Studiengebühren auf der Waagschale

Weltweit hoch diskutiert und oft in Frage gestellt: Studiengebühren. Auch hierzulande wissen wir, was es bedeutet, Studiengebühren zu bezahlen, wenn auch nur in geringer Höher. Für viele junge Leute sind hohe Studiengebühren ein Knock-out-Kriterium für das Studium. Für andere bedeutet es eine hohe Verschuldung für etliche Jahre, dies ist vor allem in den USA oft der Fall.

Studiengebühren

Doch warum sollte der Staat überhaupt unsere Studiengebühren bezahlen? Profitieren wir denn nicht persönlich von einem höheren Bildungsabschluss, besseren Jobchancen und sehr wahrscheinlich einem höheren Einstiegsgehalt? Der Grund, warum manche Regierungen die Studiengebühren finanzieren, ist ganz einfach: Bildung wird als öffentliches Gut gesehen. Es gibt viele Sichtweisen auf die Nutzung der Bildung von jungen Leuten. Natürlich dient es auf der einen Seite der eigenen Karriere und dem Erreichen von privaten Zielen. Auf der anderen Seite kann Bildung aber auch als ein Gut gesehen werden, das der Allgemeinheit dient.

Bildung im heutigen Jahrhundert wird als Möglichkeit gesehen, die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes voranzutreiben. Dies war zum Beispiel auch der Fall in Deutschland. Der Anstieg der Bildung in Deutschland in den letzten Jahrzehnten geht einher mit dem Anstieg der Wirtschaft. Das Bildungsniveau dort ist wesentlich höher als in einigen anderen Ländern, so auch der Wohlstand und der Stand der Wirtschaft.

Das Argument gegen Studiengebühren ist vor allem ‚Bildung für jedermann‘. Der Zugang zu Hochschulbildung sollte nicht nur wohlhabenden Bevölkerungsschichten vorbehalten sein, sondern auch Kindern aus weniger wohlhabenden Familien zur Verfügung stehen. Warum also Studiengebühren, wenn sich der Staat doch eigentlich die Bildung leisten könnte? Dies hat vor allem etwas mit Wertschätzung für Bildung zu tun. Während viele Familien wohlhabend sind und Geld in Autos und Reisen stecken, sollte man stattdessen das Geld für die Zukunft der Kinder investieren. Es ist also nur eine Frage der Prioritäten. Zusätzlich gibt es immer Finanzierungsmöglichkeiten für Familien, die sich wirklich kein Studium leisten könnten.